Wir freuen uns sehr, dass dem Haus der Natur das Österreichische Umweltzeichen für Museen verliehen wurde! 

Antworten zu finden auf den vom Menschen verursachten Klimawandel ebenso wie für den laufenden Biodiversitätsverlust gehört zu den existenziellen Zukunftsfragen der Menschheit. Es geht darum, Veränderungen zu begrenzen und mit nicht mehr abwendbaren Veränderungen umgehen zu lernen. Das Haus der Natur, eines der großen österreichischen naturwissenschaftlichen Museen, übernimmt in diesem Zusammenhang konkrete Verantwortung.

In Ausstellungen und Vermittlungsprogrammen versucht das Haus der Natur seinen Gästen jenes Hintergrundwissen zur Verfügung stellen, das notwendig ist, um im persönlichen Leben, aber auch auf politisch / gesellschaftlicher Ebene wohlüberlegte Entscheidungen im Sinne der Nachhaltigkeit treffen zu können.

Die Umweltbildung der Salzburger Landesregierung ist seit dem Jahr 2021 am Haus der Natur angesiedelt. Mit dieser Bildungsschiene geben wir Wissen über nachhaltiges Handeln auch außerhalb des Museums an Schülerinnen und Schüler weiter.

Mit jährlich mehr als 330.000 Gästen ist das Haus der Natur eines der besucherstärksten Museen Österreichs. Daraus ergeben sich vielfältige Herausforderungen im Sinne nachhaltiger Handlungen. Im Betrieb unseres Gebäudes, beim Ausstellungsbau und bei allen Entscheidungen im Arbeitsalltag versuchen wir, das Wissen um unsere Zukunftsverantwortung einfließen zu lassen.

Die seit 2009 am Museumsdach in Betrieb befindliche Photovoltaik-Anlage ist in ihrer Leistung aufgrund der Vorgaben der Altstadterhaltung und des Denkmalschutzes beschränkt. Um sich trotzdem mit nachhaltigem Strom zu versorgen zu können, hat das Haus der Natur Anfang 2025 gemeinsam mit den Betreibern der „Almschnecke“, eines Kleinkraftwerks an der Almkanalmündung, eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft gegründet. Seither bezieht das Museum rund ein Fünftel des benötigten Stroms aus nachweislich erneuerbaren Quellen. Gleichzeitig arbeitet das Haus der Natur permanent daran, den Energieverbrauch zu optimieren, u. a. durch aktives Energiemonitoring und durch die konsequente Umrüstung der Beleuchtung auf LEDs.

Was uns zum Grünen Museum macht

Es ist unsere Überzeugung, dass die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit ein Prozess ist, der nur gemeinsam gelingen kann. Das Haus der Natur und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen ihren Teil mit Engagement und Know-how dazu bei. Ziel ist es, das gesamte Museumsteam aktiv in den laufenden Nachhaltigkeitsprozess einzubinden und für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.

  • Wir überprüfen Notwendigkeit und Einstellung von Geräten.
  • Nicht ausgelastete Geräte werden abgeschaltet und gegebenenfalls entfernt!
  • Bei zukünftigen Anschaffungen wählen wir energiesparende Modelle.
  • Die Beheizung im Haus der Natur erfolgt zu 100 % aus Fernwärme.
  • Wir gehen sorgsam mit Wasser um.
  • Die Hälfte der Mitarbeitenden kommt mit "Öffis" zur Arbeit.
  • Ein weiteres Drittel nutzt das Fahrrad, einige gehen zu Fuß.
  • Nur rund 15 % sind bei der Anreise auf das eigene Auto angewiesen.
  • Für Dienstreisen werden öffentliche Verkehrsmittel bevorzugt.
  • Wir verwenden mit Eco-Label zertifizierte Reinigungsmittel.
  • Der Einsatz von Chemikalien wird so weit als möglich vermieden.

Mehr zum Österreichischen Umweltzeichen erfahren Sie hier.

Sie wollen mithelfen?

Umweltfreundliche Anreise!

Das Haus der Natur liegt mitten in der Salzburger Altstadt und ist einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.

Direkt vor dem Museumseingang gibt es überdachte Fahrradständer.

Weitere Informationen zur Anreise.

Trennen Sie ihren Abfall!

In allen Stockwerken des Museums stehen Recyclingstationen zur getrennten Entsorgung zur Verfügung.

Helfen Sie Strom zu sparen!

Nutzen Sie die Stiegen statt des Lifts!

Rückmeldung & Kontakt

Sie haben Ideen, wie wir gemeinsam noch umweltfreundlicher werden können? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge oder geben Sie uns Feedback an: feedback@hausdernatur.at!

Energieeffizienz im Haus der Natur

Energieberatung und Ist-Analyse

Die Planung eines umfassenden Energieeffizienzpakets erfolgte im Anschluss an eine Ist-Analyse zu den Themen Energieverbrauch und Energiekosten in den Jahren 2022/2023. Im Rahmen dieser vom Land Salzburg geförderten Energieberatung wurden Daten zu folgenden Themen für den Zeitraum der letzten 4 Jahre erhoben:

  • Thermische Hülle
  • Heizung und Heizungsinfrastruktur
  • Lüftungs-und Kältetechnik
  • Beleuchtung (Innen- und Außenbereich)
  • Einsatz erneuerbarer Energieträger
  • Klimatechnik

Ziel war es, die wichtigsten Handlungsfelder zu identifizieren und in weiterer Folge Maßnahmen ableiten zu können, die den Energieverbrauch des Museums nachhaltig senken können.

Finanziert von der Europäischen Union - NextGenerationEU

Nach Abschluss der Ist-Analyse wurden vier Bereiche identifiziert, die einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung unserer selbstgesteckten Nachhaltigkeitsziele darstellen. Das Projekt hatte ein Gesamtvolumen von rund 470.000,-  und wurde im Rahmen des Förderprogramms „Klimafitte Kulturbetriebe“ des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (heute Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport) in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds zur Förderung eingereicht. Das Programm „Klimafitte Kulturbetriebe“ wird aus den Mitteln aus der Aufbau- und Resilienzfazilität des Wiederaufbaufonds NextGenerationEU der Europäischen Union dotiert. Die notwendigen Eigenmittel wurden aus den Rücklagen des Museums aufgebracht.

Es umfasste folgende Teilprojekte und baut auf Ergebnissen und Empfehlungen der Energieberatung auf.

(1) Zur Darstellung und in weiterer Folge Optimierung des Energieverbrauch im insgesamt 14 000 m² umfassenden Gebäudekomplex  wurde ein Energiemonitoring-System implementiert.

(2) Zur Senkung des Stromverbrauchs, wurde in so gut wie allen Ausstellungsbereichen die szenische Beleuchtung auf LED umgestellt.

(3) Im gesamten Ausstellungsbereich wurde ein getrennt zu schaltendes „Putzlicht" in LED-Ausführung installiert um den Energieverbrauch während der Reinigungszeiten zu reduzieren.

 

 

Hinweisschild zur Förderung des Projekts durch das BMKÖS und aus Mitteln aus der Aufbau- und Resilienzfazilität des Wiederaufbaufonds NextGenerationEU der Europäischen Union

Salzburg radelt - und wir radeln mit!