Arbeitsgemeinschaften : Astronomie : Chronik Arbeitsgruppe Astronomie

Haus der Natur /// Arbeitsgruppe für Astronomie

Geschichte der Arbeitsgruppe für Astronomie

Gründungsmitglieder 1955 Sitzend v.l.: Landesleiter Salzburg -Luis Ebner, Präsident - Prof. Hans Eisner
Gründungsmitglieder 1955 Sitzend v.l.: Landesleiter Salzburg -Luis Ebner, Präsident - Prof. Hans Eisner

Die Anfänge der "Arbeitsgruppe für Astronomie" reichen bis ins Jahr 1955 zurück. Damals wurde in Gmunden (OÖ) der "Verband Österreichischer Sternfreunde" gegründet. In fast allen Bundesländern wurden eigene Landesstellen eingerichtet - so auch in Salzburg. Höhepunkte jener Zeit waren die erfolgreichen Verbandsexpeditionen zu einer totalen und einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Zu den zahlreichen Aktivitäten zählten damals Spiegelschleifkurse für die Optik von Selbstbau-Teleskopen, Sternwartebesichtigungen und Astro-Tagungen. Zur Information der Mitglieder wurden eine eigene astronomische Zeitschrift und Eilnachrichten herausgegeben.

Hauptversammlung am 16.11.1968 in Salzburg v.l.n.r.: Luis Ebner, Univ.Prof. Dr. Hermann Haupt, Mag. Lorenz Biskup, Prof. Hans Eisner, Prof. Hermann Mucke
Hauptversammlung am 16.11.1968 in Salzburg v.l.n.r.: Luis Ebner, Univ.Prof. Dr. Hermann Haupt, Mag. Lorenz Biskup, Prof. Hans Eisner, Prof. Hermann Mucke

Im Jahre 1967 erfolgte die Verlegung der Verbandsleitung nach Salzburg. In den folgenden Jahren wurde neben den bisherigen Tätigkeiten vor allem die Verbindung zu ausländischen amateurastronomischen Gemeinschaften und Institutionen aufgenommen. Eigene Astro-Tagungen und die Teilnahme an Veranstaltungen anderer Astro-Vereine vertieften das Fachwissen und förderte die kollegiale Freundschaft. Erste Bestrebungen zum Bau einer Volkssternwarte in der Stadt Salzburg wurden unternommen, scheiterten aber letztlich an den Standortbedingungen. Zur besseren Betreuung der jugendlichen Mitglieder wurde eine eigene Jugendgruppe gebildet.

1980 - Eröffnung der Weltraumhalle und Anschluss an das Haus der Natur
1980 - Eröffnung der Weltraumhalle und Anschluss an das Haus der Natur

Ende 1979 kam es zur formalen Auflösung des "Verbandes Österreichischer Sternfreunde" und zum Übertritt in die dafür neu gegründete "Arbeitsgruppe für Astronomie" am Museum Haus der Natur in Salzburg. Durch den Anschluß an dieses überaus erfolgreiche naturkundliche Museum fanden die Sternfreunde eine solide Heimstätte. Um auch den damit verbundenen Aufgaben der astronomischen Volksbildung gerecht zu werden, war nun eine Beobachtungsstation unbedingte Voraussetzung.

Die Salzburger Volkssternwarte 1988
Die Salzburger Volkssternwarte 1988

Durch enorme Eigenleistung und ohne öffentliche Förderungen konnte schließlich dieser langgehegte Wunsch nach einer kleinen Sternwarte auf dem Voggenberg realisiert werden. Seit der Eröffnung am 17. Juni 1988 steht diese erste Salzburger Volkssternwarte im Mittelpunkt der astronomischen Beobachtungen unserer Sternfreunde und für die mittlerweile tausenden begeisterten Besucher ist sie das Salzburger Tor zum Weltall geworden.